„Das Wahlergebnis auf Bundesebene ist ein tiefer Einschnitt“, kommentierte der nordhessische SPD-Bezirksvorsitzende Manfred Schaub am Wahlabend, der allerdings darauf verweisen konnte, dass alle 5 nordhessischen Wahlkreise auch künftig von SPD-DirektkandidatInnen vertreten werden.
Bundespolitik
Man darf nicht darüber hinweg sehen, dass auch in Nordhessen erhebliche Verluste im Vergleich zu den letzten Bundestagswahlen zu verzeichnen sind. Dennoch hat die Sozialdemokratie ihre führende Position in der Region verteidigt. Ulrike Gottschalck hat in der schwierigen Lage einer kurzfristig angetretenen Kandidatur den Wahlkreis Kassel für die SPD direkt geholt, Edgar Franke hat die Hochburgen im Schwalm-Eder-Kreis überzeugt. Ullrich Meßmer konnte Waldeck-Frankenberg und weite Teile des Landkreises Kassel behaupten, Michael Roth sorgte für einen sozialdemokratischen Vorsprung in Hersfeld-Rotenburg und Werra-Meißner, und in Marburg und Marburg-Biedenkopf hatte Sören Bartol mehr Stimmen als die politischen Mitbewerber. Und im teilweise nordhessichen Wahlkreis Fulda/Vogelsberg, ohnehin auf keiner erwartungsvollen Ausgangslage, habe sich Claudia Blum gut geschlagen.
Nimmt man hinzu, dass in 3 von 5 Wahlkreisen neue BewerberInnen antraten, gewinnen die Zahlen noch an Gewicht: „Das ist ein Resultat, das bundesweit kein kaum anderer SPD-Bezirk aufweisen kann“, betonte der SPD-Bezirksvorsitzende mit dem Hinweis darauf, dass sich gerade in schwierigen Zeiten bemerkbar mache, wie die starke kommunale Verankerung der Partei für einen Zugang zu den Wählern sorge.
Auch habe sich einmal mehr gezeigt, dass die tiefe Verwurzelung der SPD in der Region und die Geschlossenheit der Partei Grundlage für achtbare Resultate sein könne.
Schaub dankte allen Ortsvereinen und den vielen Wahlkämpfern vor Ort für ihren engagierten und unermüdlichen Einsatz.










